6 kritische Fragen, die Dein Business Plan unbedingt beantworten sollte | Art of Success

6 kritische Fragen, die Dein Business Plan unbedingt beantworten sollte

Bei der Erstellung von einem ausgereiften Business Plan solltest Du sicher stellen, dass Du diese 6 kritischen Fragen hinreichen beantworten kannst.
Business
Lukas Rehm
@rehmlukas

Lukas Rehm ist Gründer von Art of Success, Autor des Erfolgsratgebers Secret Art of Success und Student am Management Center Innsbruck. Mit einer Leidenschaft für persönliche Entwicklung hat Lukas diese Website ins Leben gerufen um gleichgesinnten Menschen das nötige Wissen zur Verfügung zu stellen, um langfristig ein erfolgreiches Leben zu führen.

Sobald Du beginnst, Dich mit den Themen Gründung und Entrepreneurship zu beschäftigen, wirst Du sehr schnell mit sehr vielen Themenbereichen konfrontiert werden.

Die Rede ist von Marketing, Finanzierung, Positionierung, Break-Even Punkten, Buchhaltung oder der richtigen Zielgruppe. Um sich am Anfang einen Überblick über all diese Dinge zu verschaffen, greifen viele engagierte Gründer zu einem Business Plan.

Entgegen der grundsätzlichen Meinung hat die neue Definition des Begriffes Business Planes sehr wenig mit einem bürokratischen Akt der Unternehmensstrukturierung zu tun.

Vielmehr gilt es, sich in einem so genannten Business Canvas einen groben Überblick über die verschiedenen Bereiche seines Geschäftsmodelles zu verschaffen.

Hierbei werden grundsätzlich folgende Bereiche unter die Lupe genommen: Schlüsselpartner, Kundenbeziehungen, benötigte Ressourcen, Kanäle, Zielgruppen, Kundennutzen, Schlüsselaktivitäten, Kostenstruktur und Einnahmequellen.

Diese Grafik wird Dir helfen, alle Bereiche in einem übersichtlichen Schaubild festzuhalten und dementsprechend ausarbeiten zu können.

Business Model Canvas

Bevor Du Dir also Gedanken über komplexe und detaillierte Abläufe machst, solltest Du Dir über diese Punkte auf jeden Fall im Klaren sein.

Um Dir die Ausarbeitung Deines eigenen Business Planes noch etwas zu erleichtern, sind hier die sechs wichtigsten Fragen, die Dein Business Plan auf jeden Fall beantworten sollte.

#1: Welches Bedürfnis adressierst Du?

Das ist eine enorm wichtige Frage, deren Antwort Deinen Business Plan wirklich auf das nächste Level bringen wird. Sie ist insofern sehr wichtig, als sie im Normalfall von Gründern nicht ausreichend oder zu wenig detailliert beantwortet werden kann.

Viele Gründer haben eine Idee, von der sie selbst natürlich sehr überzeugt sind. Sie machen sich im Anschluss daran aber keine Gedanken, wer und ob überhaupt irgendwer ihr Produkt kaufen will und wird.

Viel wichtiger als „Was willst Du verkaufen und wie sieht Dein Geschäftsmodell aus?“ ist die Frage „Welches Bedürfnis adressierst Du und hast du Recherche betrieben, ob dieses Bedürfnis überhaupt in den Köpfen Deiner potenziellen Kunden existiert?„.  Spare deshalb an diesem Punkt auf keinen Fall an Zeit oder Geld und sei Dir zu 100 Prozent über das Bedürfnis bewusst, das Dein Geschäftsmodell befriedigen soll.

#2: Was macht Dich anders/besonders?

Hier geht es um die Ausarbeitung einer klassischen USP (Unique Selling Proposition oder Alleinstellungsmerkmal). In der heutigen Zeit wimmelt es nur so von „innovativen“ Start-Ups und es gibt wenige Ideen oder Modelle, die von diesen noch nicht in irgend einer Weise behandelt werden. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass bereits ein anderes Unternehmen das Bedürfnis befriedigen will, auf das Du Dich fokussierst.

Wenn Du also gerade nicht The Next Facebook in der Hinterhand haben solltest, ist es wichtig, Dich von diesen Konkurrenten oder Mitbewerbern dementsprechend unterscheiden zu können. Als erstes solltest Du Dir ein Bild über den bestimmten Nischenmarkt, in den Du einsteigen willst, machen und etwas Recherche betreiben.

Anschließend gilt es einen Faktor zu finden, der Dich von diesen Unternehmen, am besten im positiven Sinne, unterscheidet. Oft leichter gesagt als getan, aber dennoch ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einem tragenden Konzept.

#3: Wer ist Deine Zielgruppe?

Als kleiner Hinweis: Die Antwort „Ja jeder irgendwie..“ zählt nicht. Egal wie genial, innovativ oder nützlich Dein Produkt auch ist, es gibt keinen Weg Deine Produkte an alle Menschen auf unserem Planeten zu verkaufen.

Deshalb solltest Du Deine Marketing-Munition sparen und zunächst herausfinden, wer tendenziell am ehesten dazu neigen wird, Dein Produkt zu kaufen beziehungsweise zu benutzen. Strategien, die an dieser Stelle helfen können ist der so genannte Kunden-Avatar oder ein fiktiver, perfekter Kunde.

Beide Strategien zielen darauf ab einen typischen und einen perfekten Kunden für Dein Produkt zu finden. Ausgehend von diesen Kunden, die die Voraussetzungen und Bedürfnisse mitbringen, die sie brauchen, um Dein Produkt zu kaufen, kann dann eine passende Zielgruppe festgelegt werden.

Am besten Du etablierst Dich zunächst in einer relativ kleinen Nische und überlegst dann, wie Du aus dieser Ausgangslage am effizientesten expandieren kannst.

#4: Wie wird Dein Geschäftsmodell Geld verdienen?

Eine zentrale Frage und trotzdem zu oft vernachlässigt. Das Kernziel eines nahezu jeden Unternehmens ist es, Gewinne zu erwirtschaften und dadurch möglich schnell wachsen zu können. Schon fast abwegig, dass sich relativ wenige Gründer im Detail damit beschäftigen.

Was wird Dein Unternehmen verkaufen? Wo wird es das tun? Zu welchem Preis? Mit welcher Preisstruktur?

All diese Fragen solltest Du ausführlich und wohl überlegt beantworten können.

Auf der anderen Seiten stehen natürlich Fragen, die sich auf (laufende) Kosten beziehen können. Wen musst Du bezahlen, um Dein Unternehmen am Laufen zu halten? Welche Services oder Dienstleistungen wirst Du brauchen? Wird Dein Cashflow diese Beträge langfristig decken können? Wann wirst Du den Break-Even Punkt passieren?

#5: Wie wirst Du Dein Unternehmen promoten?

Dein Unternehmen zu promoten und es an die Öffentlichkeit zu bringen ist mitunter genauso wichtig, wie der Rest Deines Business Planes. Irgendwie müssen die Leute von Deiner Existenz und Deinen Produkten erfahren können.

Deine Marketing Strategie sollte auf bewährten Systemen basieren und dementsprechend erweiterbar und skalierbar sein. Auch wenn heutzutage viele Dinge über das Internet passieren, solltest Du Offline-Marketing im Sinne von Konferenzen, Messen oder Print-Medien nicht unterschätzen.

#6: Was brauchst Du, um anfangen zu können?

Für viele potenzielle Partner oder Investoren ist dies der springende Punkt. Alle Unternehmen haben an einem bestimmten Punkt Kapital gebraucht, um wachsen zu können. Auch wenn die Beträge je nach Branche und Unternehmer stark variieren, ist es wichtig für Dich, Deine eigenen Zahlen zu kennen, um ein tragfähiges, unternehmerisches Konzept entwickeln zu können.

Brauchst du professionelles Equipment? Brauchst Du Mitarbeiter und wenn ja, wie viele? Wie viel Geld wirst Du brauchen, um das Unternehmen in die schwarzen Zahlen zu bringen und wie lang wird Dein Runway sein? Die Antworten auf diese und weitere Fragen sollten Dir einen groben Überblick über die benötigten finanziellen Mittel geben, die Du brauchen wirst, um Dein Unternehmen zu gründen und am Laufen zu halten.

Es hört sich eventuell etwas kontraintuitiv an, aber Du wirst diese Fragen im Laufe des Prozesses oft und auch immer wieder anders beantworten müssen. Dein Business Plan muss etwas flexibles sein und sich im Laufe der Zeit verändern und verbessern können.

Während der Gründung wirst Du viele Möglichkeiten erkennen, Dich Herausforderungen stellen müssen und dabei Faktoren berücksichtigen, die Du zu Beginn für nicht wichtig erachtet hättest. Um diese Phase zu überstehen, ist es daher ein Muss, diese Fragen regelmäßig auf ein Neues zu beantworten und Dein unternehmerisches Konzept stetig zu verbessern.


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