Die 10 häufigsten Fehler, die beim Gründen begangen werden und wie Du sie vermeiden kannst | Art of Success

Die 10 häufigsten Fehler, die beim Gründen begangen werden und wie Du sie vermeiden kannst

Beim Gründen werden viele Fehler begangen, die Dir Zeit und Geld kosten können. Diese 10 Beispiele bereiten Dich auf Deine Karriere als Entrepreneur vor.
Entrepreneurship
Lukas Rehm
@rehmlukas

Lukas Rehm ist Gründer von Art of Success, Autor des Erfolgsratgebers Secret Art of Success und Student am Management Center Innsbruck. Mit einer Leidenschaft für persönliche Entwicklung hat Lukas diese Website ins Leben gerufen um gleichgesinnten Menschen das nötige Wissen zur Verfügung zu stellen, um langfristig ein erfolgreiches Leben zu führen.

Fehler können unsere besten Lehrer sein, also sind die besten Gründungstipps oft die Erfahrungen und Fehlschläge anderer Personen. Es ist also sehr praktisch zunächst mit den Dingen zu beginnen, die Du am ehesten vermeiden solltest.

Wir haben mit einigen Unternehmern gesprochen, um herauszufinden, was nach deren Meinung die häufigsten Fehler in der Gründungsphase sind. Das Resultat ist diese Liste!

Die 10 häufigsten Fehler, die beim Gründen begangen werden.

Wenn Du daran interessiert bist, selbst einmal ein Unternehmen zu gründen oder gerade noch in der Start-Up-Phase steckst, solltest Du diese Fallen unbedingt kennen und vermeiden.

#1: Kein Alleinstellungsmerkmal zu haben

Überraschenderweise ignoriert ein alarmierender Großteil der Gründer/Gründerinnen diesen simplen Ratschlag. Alles beginnt mit einer vagen Idee — einer Vision. Wenn Du Dir jedoch im Laufe der Gründungsphase nicht über Dein Alleinstellungsmerkmal (USP) im Klaren bist, wirst Du nicht weit kommen.

Um Dir mit diesem Tipps zu helfen, denke einmal an die drei bis fünf größten Probleme, die der Kunde mit Deinem (potenziellen) Produkt lösen kann. Es bringt enorm viel, wenn Du Dir für diese Übung wirklich viel Zeit nimmst und die Vorteile Deines Produktes oder Deiner Dienstleistung überdenkst. Was macht Dein Produkt besonders? Warum sollte es jemand kaufen und nicht das der Konkurrenz? Du kannst zur Not auch Deine Kunden und/oder Deine Freunde fragen, was sie an Deinem Produkt schätzen.

Diese Übung bringt viel Klarheit in Deine Idee und hilft Dir dabei, Deine Ressourcen in die richtige Richtung zu lenken.

#2: Voreilig zu handeln

Viele Gründer neigen in der anfänglichen Phase der Begeisterung zu voreiligen Handlungen. Auch wenn es falsch ist am Anfang an den essentiellen Dingen zu sparen, ist es gefährlich sofort zu Beginn alle Deine Ressourcen auf einmal zu verbrauchen. Gib Dir und Deiner Idee genügend Zeit, um die unvermeidbaren Fehler zu machen, die Deinen Business-Plan perfektionieren werden.

Dein Star-Up wird sich mit der Zeit von selbst in die richtige Richtung entwickeln, also versuche nicht zu viel Kapital in voreiligen Entscheidungen zu verlieren. Auf lange Sicht musst Du auf jeden Fall in der Lage sein, Geld in Dein Unternehmen zu stecken und die nötigen Veränderungen bzw. Verbesserungen vorzunehmen.

#3: Zu vergessen die Bedürfnisse des Kunden zu antizipieren

Wenn Du Dich dazu entscheiden solltest, eine lokale Konditorei zu eröffnen, hast Du schon einmal daran gedacht, dass eine gewisse Zahl deiner zukünftigen Kunden das Gebäck nach Hause geliefert haben wollen?

Viele Geschäftsideen beinhalten zusätzliche Bedürfnisse — ausgehend von ihrem Kernprodukt oder Hauptservice. An dieser Stelle ist es wichtig, diese kleinen aber entscheidenden Bedürfnisse im Vorfeld antizipieren zu können, um alle Kundenwünschen zufrieden stellen zu können. Solltest Du nicht in der Lage sein, diesen Service selbst bieten zu können, lassen sich solche Aufgaben auch relativ einfach an Dritte delegieren.

Nimm Dir die Zeit, um in die Zukunft zu planen und möglichen Kundenwünsche schon jetzt herauszufinden. Das wird Deine Kunden zufriedenstellen und Dir eine Menge Kopfschmerzen ersparen.

Empfohlen : 7 Faktoren, die jedes erfolgreiche Start-Up Unternehmen beachten sollte.

#4: Ein Kontroll-Freak zu sein

Es ist wichtig die Kontrolle über die wichtigsten Prozesse und Abläufe Deines Unternehmens zu behalten. Trotzdem liegt die Kunst der Skalierung einer Geschäftsidee in der optimalen Delegation, wenig wichtiger Aufgaben. Auch wenn Du viel Zeit und Energie in Dein (zukünftiges) Unternehmen stecken musst, heisst das noch lange nicht, dass Du alles selbst machen musst.

In vielen Fällen hilft es, die Geschehnisse aus der Perspektive eines Adlers zu betrachten und die Dinge nur dementsprechend zu koordinieren.

Außerdem solltest Du nicht sämtliche Entscheidungen an Dich reißen. Gib anderen Personen die Freiheit eigene Entscheidungen zu treffen und Ideen einzubringen. Höchstleistungen von Angestellten sind oft das Resultat von Vertrauen in Dich und Dein Start-Up.

#5: Sich auf einen Kunden zu verlassen

In einer perfekten Welt wird Dir jeder Kunde ein Leben lang loyal gegenüberstehen und sich auf Deine Produkte beschränken. Dass das eher einer Wunschvorstellung ähnelt, muss ich Dir wahrscheinlich nicht erklären.

Sei immer gut vorbereitet, wenn sich Deine „Cash Cow“ in Richtung der grüneren Wiesen bewegen will. Halte die Augen immer nach neuen Möglichkeiten, Geschäften und Kunden offen, die Dir eine neue Cashflow-Quelle liefern können.

#6: Die Kunden zu ignorieren

Was die meisten Start-Ups über kurz oder lang scheitern lässt, ist die simple Ignoranz gegenüber negativem Feedback und Kritik von Kunden. Sei Dir darüber bewusst, dass das Ziel eines jeden Unternehmens zufriedene Kunden sind.

Es ist also wichtig, sich über folgende Fragestellungen im Klaren zu sein: Bewegt sich mein Unternehmen hin oder weg von diesem Ziel? Frage ich meine Kunden aktiv nach ihrem Feedback, um meinen Service und mein Produkt ständig verbessern zu können?

Meistens reicht es schon eine simple Feedback-Schleife in den Verkaufsprozess Deiner Produkte zu integrieren, um die nötigen Informationen zu erhalten, die Dein Start-Up von vielen anderen unterscheiden wird. Es wird Deine momentane, sowie Deine zukünftige Situation deutlich verbessern.

#7: Ohne gute Webpräsenz zu starten

Dies ist einer der schwerwiegendsten Fehler, die Du im Laufe Deiner Gründung begehen kannst. Was meiner Meinung nach noch schlimmer ist als keine Webpräsenz, ist eine schlechte Internet-Seite. Deine potenziellen Kunden bilden sich im Laufe des Kontaktes mit Deinem Unternehmen ein Bild von allen Bereichen und eine gut strukturierte und ansprechende Webpräsenz ist eine wesentlicher Bestandteil davon.

In unserer heutigen Zeit hat nahezu jedes Unternehmen eine Webseite, eine Facebook-Seite, einen Twitter- oder einen Instagram-Account. Ohne diese sozialen Netzwerke wird es dem Rest der Welt ziemlich schwer fallen auf Dein Business aufmerksam zu werden.

Du solltest, um Deine Unternehmen dementsprechend skalieren bzw. vergrößern zu können, also über eine sehenswerte Webpräsenz verfügen, um auch eine große Menge von Kundenanfragen und Bestellungen, schnell und problemlos über das Internet bearbeiten zu können.

#8: Nach zu kurzer Zeit locker lassen

Wenn es schlecht laufen sollte, kann es sein, dass Du mit Deinem Start-Up nach einigen Monaten oder einem Jahr an einen Punkt gelangst, an dem Du Dir die Frage stellst, ob sich das Ganze finanziell und emotional überhaupt lohnen wird. Du kommst ins Zweifeln, verlierst an Niemals aufgebenMotivation und fängst im schlimmsten Fall sogar an, weniger Zeit in Dein Unternehmen zu stecken. Das ist sehr gefährlich!

Oft bist Du nur einen kleinen Schritt von dem alles entscheidenen Auftrag oder dem viralen Youtube-Video entfernt.

Sicher ist das ein zweischneidiges Schwert und die Entscheidung weiter zu machen, solltest Du wohl überlegt treffen. Nichts desto trotz lohnt es sich in den meisten Fällen noch einmal Vollgas zu geben und alles auf eine Karte zu setzen.

#9: Den Markt nicht zu kennen

Kennst Du Deine Zielgruppe? Kennst Du die Bedürfnisse Deiner Kunden? Weisst Du welche Emotionen hinter ihren Wünschen stecken?

Wenn nicht, solltest Du Dir darüber schnell klar werden. Die Festlegung einer Marktnische und das Recherchieren der Kundenwünsche ist ein zentrales Thema eines jeden Businessplanes — und das nicht ohne Grund!

Sobald Du eine glasklare Vorstellung davon hast, an wen Du verkaufen wirst, kannst Du Deinem Alleinstellungsmerkmal nochmals einen Feinschliff geben und Dein Konzept überarbeiten.

#10: Sich nicht trauen, unverschämt zu sein

Ein Großteil der Gründer haben gesagt, dass es deutlich entspannter ist, ein Start-Up zu gründen, wenn es sich nicht um Dein eigenes, sondern um fremdes Kapital handelt.

Dieser Tipp kann für Dich etwas extrem klingen, aber Du kannst ihn in einem anderen, realistischerem Weg anwenden. Dein Cousin der zufällig Web-Programmierer ist, könnte Deine Webseite für einen Bruchteil der normalen Kosten programmieren und Dein bester Freund der Anwalt könnte sich um einige rechtliche Fragen kümmern.

Habe keine Angst davor, Menschen um einen Gefallen zu bitten und nach ihrer Hilfe zu fragen. Die meisten Menschen fühlen sich sogar sehr wohl und wertgeschätzt, wenn Du sie nach ihrem Rat oder ihrer Hilfe fragen solltest. Vielleicht sagen sie ja — vielleicht auch nein. Wenn Du nicht fragen solltest, ist es zu 100 % ein NEIN. Traue Dich etwas und verlasse Deine Komfort-Zone. Je mehr Du Dich traust, desto besser werden Deine Ergebnisse!


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