[Interview] Reinhold Karner über Erfolge, Niederschläge und seinen zweiten Weg, ganz nach oben | Art of Success
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[Interview] Reinhold Karner über Erfolge, Niederschläge und seinen zweiten Weg, ganz nach oben

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Lukas Rehm
@rehmlukas

Lukas Rehm ist Gründer von Art of Success, Autor des Erfolgsratgebers Secret Art of Success und Student am Management Center Innsbruck. Mit einer Leidenschaft für persönliche Entwicklung hat Lukas diese Website ins Leben gerufen um gleichgesinnten Menschen das nötige Wissen zur Verfügung zu stellen, um langfristig ein erfolgreiches Leben zu führen.

Portraits Reinhold Karner StudioWer vom einen Gipfel zum anderen will, muss oft bereit sein, den Weg durch die Täler zu gehen. Es gibt wahrscheinlich wenige Unternehmer, die dieses Sprichwort so exakt verkörpern, wie Reinhold Karner.

Der erste Aufstieg

Schon als Teenager war ihm klar, dass er Unternehmer werden will. Mit 13 warf er erste Blicke in verschiedenste Unternehmen und mit 16 programmierte er seine erste Unternehmens-Software. Nach seiner steilen Karriere, bis hin zum erfolgreichen Manager, gründete er mit 27 Jahren die KTW Group und legte somit die Grundlage für eine 21-jährige Erfolgsgeschichte. Das IT- und Consulting-Unternehmen räumte in den darauf folgenden Jahren unzählige Preise ab, zählte zu den TOP 50 der attraktivsten Arbeitgebern Österreichs und durfte Konzerne wie Darbo, Playmobil und Lindner zu seinen Kunden zählen.

Das Tal

Das Vorzeigeunternehmen schrieb bis zum Ende schwarze Zahlen und dennoch kam es 2006/07 zu einem unschönen Ende: Schon vereinbarte Expansionspläne wurden von Karners Partnern finanziell nicht mitgetragen und so musste das Unternehmen, zwischen Zerwürfnissen und Begehrlichkeiten, Insolvenz anmelden.

Der nächste Gipfel

Nach einer harten Zeit und seinem darauf folgenden, vorbildlichen Neustart in London, ist Reinhold Karner derzeit wieder vielseitig als Unternehmer, Aufsichtsrat, Investor und Ratgeber im globalen IT-Bereich bzw. in Entscheidungsgremien und Denkfabriken tätig. Im folgenden Interview erzählt er mehr über seinen Lebensweg, offenbart, wie er heute zum Erfolg beziehungsweise dem Leben steht und gibt jungen Unternehmern wertvolle Ratschläge, um nachhaltig, erfolgreiche Unternehmen zu gründen und zu führen.

 

LUKAS REHM: Wie lautet ihre persönliche Definition von Erfolg?

REINHOLD KARNER: Messbarer, optimaler Erfolg stellt sich dann am besten ein, wenn man die (aktuelle und/oder künftige) Realitätslage im Markt mit seinem Angebot (rechtzeitig) am besten trifft. Das ist wahrlich nicht immer einfach! Aber substantieller, nachhaltiger Erfolg (der jedenfalls definitiv wider aller BWL-Regeln nicht kurzfristige Gewinnmaximierung in den Vordergrund stellt – denn das wäre ein absoluter Killer!), der einen dafür aber auf Dauer auch zufrieden und happy macht, muss das besondere, hochwertige, einzigartige Produkt (ob materiell oder als Dienstleistung) samt Qualität im besten Sinne für seine Kunden stets an oberste Stelle stellen! Der Profit ist dabei (zunächst) nachrangig, der ergibt sich nämlich wenn man gute Arbeit leistet, letztlich von selbst! Dabei gilt es möglichst den Spagat von „Einfachheit ist die höchste Form der Raffinesse!“ (von Leonardo Da Vinci, 1452-1519) im Auge zu behalten, wie anspruchsvoll das Produkt auch immer sein mag! Komplizierte Produkte kommen selten gut an, das macht einen auch leichter durch einen Mitbewerber angreifbar (erfolgreiche Konkurrenzattacken wirken meist ja primär nur auf Preis und/oder Leistung/Qualität ausgerichtet), auch wenn die Produktkategorie selbst komplex wäre.

 

ECO.NOVA: Das Unternehmen KTW wurde 1986 gegründet. Warum haben Sie sich für den Schritt in die Selbstständigkeit entschieden?

REINHOLD KARNER: Mir war schon als Jugendlicher klar, dass ich einmal Unternehmer werden möchte. Als Autodidakt habe ich mir mit viel Selbststudium und Nebenjobs schon als Teenager in jeder freien Minute das nötige Wissen erarbeitet. In meiner Jugend in den 1970er-Jahren gab’s noch kaum fundierte Informatik-Studienmöglichkeiten und die wenigen in Übersee konnten wir uns nicht leisten. Außerdem waren damals Computer irre teuer und in ihrer Leistungsfähigkeit noch sehr begrenzt. Schon im Alter von 13 Jahren habe ich neben der Schule in Betrieben mitgearbeitet, denn es hat mich brennend interessiert, wie diese von innen organisiert und strukturiert wurden, wie man Unternehmen produktiver, wettbewerbsfähiger und ihre Geschäftsmodelle nachhaltiger machen kann. So entwickelte ich mit 16 Jahren meine erste kleine Software für Betriebe. Und dabei wurde mir klar, dass die IT für Unternehmen eine immer wichtigere Schlüsselrolle spielen wird. Dieses Interesse, diese Begeisterung dafür ist mir bis heute geblieben. Und so bin ich nach einigen Jahren als Angestellter und im Management in Handel, Dienstleistung und Industrie früh mit null Startkapital in die Selbstständigkeit gestartet.

 

ECO.NOVA: Wie haben Sie den rasanten Aufstieg Ihres Unternehmens gemanagt?

REINHOLD KARNER: Mit harter Arbeit, Tag und Nacht, gesundheitlichem Raubbau, keinem Urlaub und vielen Entbehrungen besonders auch für die Familie. Aber es war mein Lebensziel und Traum. Die KTW war hochkompetent und alle 21 Jahre äußerst erfolgreich und meist sehr profitabel.

 

ECO.NOVA: 2006/07 – man kann fast sagen am Zenit angekommen – dann der Sturz in die Tiefe. Können Sie uns aus heutiger Sicht die Gründe für das Unternehmensende erläutern?

REINHOLD KARNER: Ich möchte das nicht mehr groß aufwärmen und auch niemanden beschuldigen. Anstatt wie von mir geplant durchzuhalten und wie angepeilt die Frucht am höchsten Reifestand zu ernten, um weiter zu säen, fiel sie durch „Ungeduld, Hauen und Stechen, Unverständnis, teilweise auch Gier“ zu früh auf den Boden und zerplatzte. Es wurde gemobbt, massivst hinter meinem Rücken gearbeitet und zum Teil mit kalkulierter Bösartigkeit agiert. Die Folge war der Totalverlust: All meine 21 Jahre harter Arbeit, all meine Firmen und Beteiligungen, all mein Vermögen, die finanzielle und wirtschaftliche Existenz waren komplett verloren. In letzter Konsequenz folgte auch noch meine Privatinsolvenz. Gott sei Dank konnte ich damals noch das „Baby“ Semiramis in einen sicheren Hafen in dritte Hand retten. Die Software wird heute noch erfolgreich unter dem Namen „COMARCH ERP Enterprise“ vertrieben und erhielt nach so vielen Jahren noch immer Auszeichnungen als „ERP-System des Jahres“.

 

ECO.NOVA: Wie sind Sie persönlich mit dieser Situation umgegangen?

REINHOLD KARNER: Es war eine sehr schwierige Zeit für mich und meine Familie, so was wünscht man niemandem. Es waren einige Jahre wie im finstersten Tal, aber auch ein enormer Zuwachs an Erfahrung. Persönlich habe ich die Zeit der Krise zur gesundheitlichen Sanierung und den Sport genützt und dabei 50 kg abgenommen und auch gehalten. Heute fühle ich mich fit und führe ein gesundes, glückliches, ausbalanciertes Leben. Den Workaholic mit Bluthochdruck und Übergewicht habe ich hinter mir gelassen.

 

ECO.NOVA: Sie haben einen Neustart gewagt. Was machen Sie heute?

REINHOLD KARNER: Meine Frau und ich haben uns 2007 entschieden, nach London zu gehen. Wir wollten Abstand gewinnen. So haben wir dort von null auf in einer kleinen Wohnung neu begonnen. Ich hatte durch den Crash kein Geld, keine Reputation mehr, keinen Vertrauensvorschuss und kein Beziehungsnetzwerk. Faul oder feig war ich nie, und so ist es mir gelungen, in der Geschäftswelt wieder Fuß zu fassen. Mein Know-how, meine Erfahrung, mein analytisches Denken und mein guter Riecher waren immer mehr gefragt und so fungiere ich heute überwiegend in der Rolle als Coach, sprich Ratgeber/Advisor von Unternehmern, Managern und Entscheidungsträgern anstatt als operativer Macher wie früher. Ich habe aber auch wieder eigene Firmen samt Businessnetzwerk und Team aufgebaut, die multinational und Kontinente übergreifend agieren. Aus der Erfahrung gelernt, vermeide ich aber, bewusst Details darüber an die große Glocke zu hängen. So will ich nur sagen, dass sich all dies in einer höheren Liga und anderen Dimensionen abspielt als alles zuvor. Wir haben mittlerweile einen Wohnsitz in London, einen in Tirol und einen auf Malta.

Einen Crash zu überstehen und erneut auf gesunde Beine zu kommen, schafft die betroffene Mehrheit leider meist nicht unbeschadet. Viele sind zeit ihres Lebens gebrochen. Deswegen halte ich Vorlesungen und Vorträge zum Thema Entrepreneurship und schreibe an einem Buch, das in nächster Zeit veröffentlicht werden soll. Denn mit dem heutigen außerordentlichen Erfahrungs- und Know-how-Schatz würde mir so ein völlig willkürlicher, unnötiger Crash höchstwahrscheinlich nicht noch einmal passieren. Heute liegt mir einiges daran, möglichst viele andere redliche, engagierte Unternehmer durch meine Rezepte davor zu bewahren, eines Tages auch zu Fall gebracht zu werden, insbesondere Jung-, Start-Up- und KMU-Unternehmer.

 

ECO.NOVA: Gibt es in anderen Ländern auch eine andere Kultur des Scheiterns?

REINHOLD KARNER: Ja. Ein US-Unternehmer sagte einmal zu mir: „Erst durch das Erleben einer eigenen Insolvenz wird man zum feuergetauften, gestählten Unternehmer. Das kann man an keiner Uni, sondern nur in der harten Schule des Lebens lernen.“ Diese Kehrseite der Medaille eines Unternehmertums sieht aber die Öffentlichkeit in unseren Gefilden – im Gegensatz zum angloamerikanischen Raum, wo es zur Normalität gehört und jeder eine weitere, zumindest 2. Chance verdient – kaum. Hier hofft jeder nur, dass es ihn nicht „erwischt“, auch gibt’s diesbezüglich kaum Rezepte, Vorbereitung oder Schulungen und Vermeidungsstrategien.

 

ECO.NOVA: Wie lautet Ihr Lebensmotto heute?

REINHOLD KARNER: Leben bedeutet nicht, mit irgendetwas irgendwie Erfolg zu haben und dann stehen zu bleiben. Es bedeutet einerseits, sich zu finden: Was bin ich? Wer bin ich? Was kann ich? Was interessiert mich? Was will ich? Und andererseits sich der laufenden Veränderung zu stellen, sich immer wieder neu zu erfinden – nämlich wie will ich künftig leben? Was will ich noch bewegen, verändern, beitragen? Denn zwischen dem sich finden und dem sich laufend neu erfinden spielt sich das interessante Leben ab.

 

LUKAS REHM: Wenn sie noch einmal 25 Jahre alt wären: Gibt es Entscheidungen, die sie trotz ihrer jetzigen Erfahrungen, definitiv genauso treffen würden?

REINHOLD KARNER: Diese Frage ist sehr hypothetisch, denn keiner von uns kann das Rad der Zeit zurückdrehen und zudem spielt sich das Leben nicht wie in einem Labor ab, wo man parallel verschiedene Dinge, Vorgänge, Entscheidungen gleichzeitig unter exakt denselben Rahmenbedingungen ausprobieren kann um zu sehen, welche Entscheidungsvariante die bessere wäre. Das ist auch gut so, so ist das Leben, so hat es enorme Gnade, Einzigartig- und Unvergleichlichkeit und echte Lebensqualität!

Könnte man das Rad der Zeit zurückdrehen, so wäre meine Antwort: Ja und nein!

Ja, wo ich heute weiß, dass meine Entscheidungen von früher gut und richtig waren und ich „sehe“, dass eine Wiederholung unter den heutigen Gegebenheiten (an weiterentwickelter Zeit, Kultur, Umständen, Rahmenbedingungen, …) voraussichtlich abermals zum positiven bzw. gewünschten Ergebnis führt – wofür es aber keine Garantie gibt, denn die Dinge sind nicht mehr exakt so wie seinerzeit.

Nein, wenn ich damit schon „schlechte“ Erfahrungen gemacht hätte und ebenso linear der Meinung wäre, dass sich dies wiederholen würde. Ansonsten würde ich wohl nichts dazu gelernt haben ;-).

Und genau aus alledem ist Erfahrung gut und wichtig, aber nachdem sich die Ausgangs- und Rahmenbedingungen im eigenen oder eines anderen Leben nie exakt je wiederholen, sowieso jeder von uns einzigartig und unvergleichlich ist, kann der Rückschluss aus einer eigenen Erfahrung für eine spätere eigene Entscheidung oder die eine eines Dritten nicht unbedingt die exakte Wiederholung und Entwicklung gewährleisten.

So bleibt: letztlich hat jeder trotz ev. guter, wichtiger Ratschläge aus denen man lernen kann, selbst zu entscheiden. No risk, no fun! Alles bleibt ein mehr oder weniger kleineres oder größeres Abenteuer, ein spannendes Leben eben! Und auch dies ist gut so, sonst wäre unser Leben doch nur der Einhaltung und Wiederholung von Regeln gewidmet, der Anwendung von „Erfahrungsmathematik“, sprich Erkenntnissen aus anderer Leute Erfahrungen schön präzise zu kopieren, und schon wäre alles „richtig gemacht“? Manche versuchen dies, meist mit wenig Erfolg, oft in Depressionen endend weil „nichts funktioniert!“. Aber wie langweilig wäre so ein Leben, wie wenig würden wir selbst wachsen, uns entfalten und entwickeln und zur Innovation unserer Welt, Gesellschaft und Wirtschaft beitragen? Wo wäre dann unser Mehrwert für die Welt, unsere Befriedigung – wo wir doch keine Maschinen sind? Dazu fällt mir noch ein Zitat ein, das man John L. Manson (Schriftsteller) zuschreibt: „You’re Born an Original, Don’t Die a Copy“, übersetzt: Du wurdest als einzigartiges Original geboren, stirb nicht als Kopie!

Und übrigens noch eine Ergänzung zum Thema Entscheidungen, nämlich meine Unterscheidung von Irrtum und Fehler – die ich wünschte, dass sich viele Leute zu Herzen nehmen, denn dann würde es ihnen weitaus besser gehen, wenn’s mal wieder schief läuft, weil die Entscheidung nicht zum gewünschten Ergebnis führte:

Man kann sich bei einer Entscheidung natürlich irren, keiner hat die Kristallkugel zur Hand, aber 2 x den selben Irrtum zu begehen ist dann eben erst ein Fehler! Und Fehler sollte und kann man vermeiden, Irrtümer sind unvermeidbar!

 


Tipps & Tricks für Entrepreneurs

von Reinhold Karner

  • Auf jeden Fall sollte sich gerade jeder Jungunternehmer fragen, will und kann ich wirklich Unternehmer sein? Oder geht’s mir nur um Ansehen, das schnelle Geld und Karriere? Nur wenn man wirklich bereit ist, durch alle Höhen und Tiefen zu gehen, stets alles zu geben, das zwangsläufig damit verbundene Risiko zu tragen, auch durchzuhalten und zu kämpfen, wenn es mal nicht so läuft, ist man ein Unternehmertyp. Andernfalls zerbricht man spätestens in Zeiten von Krisen daran.
  • Man sollte, wenn man von etwas überzeugt und begeistert ist, den Mut haben, seiner inneren Stimme zu folgen, grundsätzlich nie sein Selbstvertrauen und seine Würde aufgeben, stets seinen Weg gehen und sich nicht von anderen reinreden lassen. Am meisten lernt man aus Fehlern und Misserfolgen, deshalb sollte man auch diese immer von der positiven Seite beleuchten. Rein aus dem Erfolg lernt man wenig – der verdreht einem nur den Kopf, wenn man nicht aufpasst.
  • Grundsätzlich sollte man stets optimistisch und vertrauensvoll an die Unternehmung herangehen, jedoch nicht blind, sondern trotzdem geerdet, mit gesundem Hausverstand und wachsamen Augen und Ohren, denn proportional zum Erfolg wachsen – gerade in Kontinentaleuropa, ganz besonders leider in Österreich – Neid, Missgunst und Begehrlichkeiten. Auch wenn ich darüber heute schmunzeln kann.
  • Ihre guten Ideen und Strategien sollten Sie nicht zu früh preisgeben. Viele Personen können mit Vertraulichkeiten nicht sonderlich verlässlich umgehen. Das kann zum fatalen Bumerang werden, wenn Sie zu viele, vor allem nicht belastbare, bewährt loyale Personen einweihen.
  • Wichtig ist, nicht an der falschen Stelle zu sparen, sich frühzeitig einen exzellenten, kleinen, externen Stab an Beratern aufzubauen (Steuerberater, Anwalt, Unternehmercoach), den man im Bedarfsfall als getreuen Sparringpartner zur Verfügung hat. Die Businesswelt ist sehr komplex geworden, da kann man nicht alles selbst wissen. Zudem braucht man als Unternehmer oft eine zweite, nüchtern-objektive, externe Meinung.
  • Seien Sie vorsichtig mit der Unterzeichnung von persönlichen Haftungen gegenüber Banken, vor allem aber gehen Sie nie eine unlimitierte ein! Das ist einer der gravierendsten Fehler, den man persönlich als Unternehmer machen kann, den auch ich gemacht habe. Denn wenn Sie alles Herzblut und jegliche Mittel in Ihr Unternehmen stecken, dann aber irgendwann – aus welchen (unerwarteten) Gründen auch immer – Schiffbruch erleiden, können Sie nicht immer auf ein Erbarmen der Banken hoffen. Verhandeln Sie daher zur rechten Zeit intelligente Modelle für den schlimmsten Fall der Fälle, auch wenn Sie noch so überzeugt sind, dass gerade Ihnen so etwas nie passiert.
  • Für einen persönlich ganz wichtig: Man hat nicht immer alles selbst in der Hand. Jeder hängt mehr oder weniger auch von anderen Personen sowie Begleitumständen ab. Hier gilt: Was jemand anderer versucht, mit einem zu machen, ist dessen Sache und Verantwortung. Was man jedoch mit sich machen lässt, hat man ausschließlich selbst zu entscheiden und auch zu vertreten. Deshalb braucht es in allen Gegebenheiten Stärke, Stehvermögen, Ausdauer und vor allem die Wahrung der eigenen Würde.
  • Manchmal geht’s eben schief, aus welchen Faktoren immer. Das gehört dazu, sonst gäb’s ja kein Unternehmerrisiko. Das Leben geht weiter, dann heißt es rasch wieder aufzustehen, erneut anzupacken, etwas unternehmen eben. Und auf jeden Fall sollte man nie, unter keinen Umständen, den Spaß an seiner Arbeit verlieren, sich nicht aufgeben, nicht verbittern oder verzweifeln. Alles geht vorüber! Das Leben ist viel zu schön und zu wertvoll für miese Stimmung. Das ist das Um und Auf!
  • Bleiben Sie – was immer passiert – stets ein Ehrenmensch, ein großzügiger, vertrauensvoller Menschenfreund, auch wenn einige wenige der fast acht Milliarden auf Erden Sie sehr enttäuschen, das zahlt sich langfristig für Sie, Ihre Gesundheit, Ihr Gemüt, Ihre Tatkraft am meisten aus!
  • Und zum Abschluss: Seien Sie sich stets bewusst: Es braucht kein großes Vermögen, um gesund und glücklich zu leben, das ist alles nur eine Frage der persönlichen Prioritäten, Erwartungshaltung, Zufriedenheit, Bescheidenheit. Besitz kann belasten. Reich sein ist ein Vollzeitjob, es zu bleiben ist harte, oft sorgenvolle Arbeit, da materieller Reichtum dazu tendiert, sich allzu leicht zu verflüchtigen.

 Teile des Interviews sind ursprünglich von ECO.NOVA — Ausgabe IT 2015

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