Selbstbewusster werden - 5 praktische Tipps für mehr Ich-Stärke

Selbstbewusster werden — 5 praktische Tipps für mehr Ich-Stärke

Mit diesen 5 praktischen Tipps wirst Du innerhalb kürzester Zeit selbstbewusster werden, deutlich mehr Ich Stärke entwickeln und sicherer auftreten.
Lifestyle
Robert Körner

Robert studiert Psychologie und begeistert sich sehr für die Themen Motivation, Glück und Selbstwert. Fasziniert durch die Bücher von Dale Carnegie beschäftigt er sich damit, was Menschen erfolgreich macht und wie diese im Umgang mit Anderen besser ankommen. Dabei versucht er sozialpsychologische Erkenntnisse mit alltagspraktischen Ratschlägen zu verbinden.

Du willst selbstbewusster werden?

Das Streben nach Selbstbewusstsein und Ich-Stärke gilt heutzutage als Voraussetzung für Lebenserfolg und ist für die meisten Personen ein essentieller Bestandteil eines erfüllten, glücklichen Lebens.

Aber ein großer Teil der Menschheit sieht sich selbst alles andere als selbstbewusst.

Viele denken, dass Selbstbewusstsein etwas Angeborenes ist.

Etwas, womit man entweder auf die Welt gekommen ist oder nicht – und was als Folge dessen nicht einfach zu erlernen sei.

Dabei ist das komplette Gegenteil der Fall. Jeder kann selbstbewusst sein!

Jeder kann sein Selbstbewusstsein kurz-, mittel- und langfristig erhöhen! Selbstbewusstsein lässt sich wie ein Muskel trainieren. Durch das richtige und kontinuierliche Üben steigt der eigene Selbstwert und man selbst fühlt sich besser als zuvor.

Selbstbewusster werden – 5 praktische Tipps

Dabei gibt es einfache Tricks, um sein Selbstbewusstsein zu erhöhen, die eigene Präsenz zu verstärken und somit besser bei anderen Menschen anzukommen:

#1: Sich selbst mit seinem früheren Ich vergleichen.

Oft neigen wir zu sogenannten sozialen Vergleichen.

Wir schauen, was andere haben, wie es denen geht, was sie machen. Dabei ist es unausweichlich, dass man zu dem Resultat kommt, dass der andere besser ist, als man selbst.

  1. Jan fährt ein größeres Auto.
  2. Kathi hat schönere Zähne.
  3. Susanne ist in ihrer Partnerschaft viel glücklicher.

Und mir selbst geht es im Vergleich zu den anderen viel schlechter.

Gründe für solche Gedanken sind oft der eigene Neid auf die Mitmenschen. Man möchte im Allgemeinen besser, zufriedener, kompetenter als Andere sein, aber dies ist nicht immer möglich.

Jeder Mensch ist in bestimmten Bereichen ein Experte und kennt sich in anderen Bereichen weniger aus – wenn man diese Tatsache akzeptiert, also die eigenen Fähigkeiten erkennt und zugleich auch die Stärken seiner Mitmenschen akzeptiert, kann man sich mehr und mehr von sozialen Vergleichen lösen.

Um nun noch selbstbewusster werden zu können, ist es dienlich, sich selbst mit seinem früheren Ich zu vergleichen.

Freude über die eigenen Fortschritte, z.B. dass man nun mit dem Auto anstatt dem Fahrrad zu Arbeit fahren kann, der Aufstieg im Betrieb, die Verbesserung der Studienleistungen oder ein authentischeres und souveräneres Auftreten bei Auftritten, sollten sich von Zeit zu Zeit vergegenwärtigt werden.

So erkennt man die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit besser und kann vorhandene Potentiale weiter unterstützen und fördern.

#2: Warum man sich nicht alles zu Herzen nehmen sollte.

  1. Die Kassiererin im Supermarkt behandelt einen unfreundlich und wechselt nur widerwillig das Geld.
  2. Der Partner geht nicht sofort ans Telefon und begrüßt einen weniger herzlich als sonst.
  3. Oder die Person, die vor einem auf dem Fußweg läuft, ist viel zu langsam und lässt einen kaum an sich vorbeigehen, obwohl man in Eile ist.

Machen Sie sich klar: Dies alles geschieht nicht in böser Absicht. Man selbst ist nicht Auslöser dieses Verhaltens, sondern es existieren andere Gründe, die nicht in der eigenen Person liegen.

Die anderen verhalten sich aufgrund bestimmter Bedingungen so, die man in der Regel nicht kennt.

Die Kassiererin im Supermarkt hat von ihrem Chef Überstunden aufgebrummt bekommen und ist mit ihren Gedanken den ganzen Tag nur bei ihrer kranken Tochter zu Hause.

Der Partner hat eine wichtige Besprechung auf Arbeit und würde sehr gerne telefonieren, kann dies aber aufgrund der Besprechung nicht.

Und der Passant auf dem Fußweg vor Ihnen ist mit seinen Gedanken so sehr beschäftigt, dass er gar nicht bemerkt, dass er ihnen immer vor den Füßen läuft.

Ich empfehle folgende positive Einstellung: Andere haben keine böse Absicht einem gegenüber und jeder handelt im Alltag aufgrund bestimmter situativer Bedingungen, die man selbst nicht kennt. Sobald Sie dies erkennen, können Sie den Alltag viel entspannter erleben und täglich selbstbewusster werden.

#3: Wie der Körper den Kopf überlisten kann.

So wie der Geist, also die eigenen Gedanken, auf den Körper wirken, so kann umgekehrt der Körper auf den Geist wirken. Und dies ist viel einfacher umsetzbar, als wenn man nur mit Gedanken sein Leben glücklicher gestalten möchte!

Eine raumgreifende Körperhaltung ist unabdingbare Voraussetzung für ein starkes Selbstbewusstsein.

Die Schultern breit zur Seite, den Kopf aufrecht nach oben halten und die Brust herausstrecken, hilft, um sich selbst wohler und auch dominanter zu fühlen.

Dabei kommt es nicht darauf an, dass man die ganze Zeit in einem Meeting oder bei Freunden in der Kneipe versucht, mit kerzengeraden Rücken und ständig erhobenem Kopf dazusitzen.

Vielmehr reicht es schon, wenn man sich einmal streckt, aus der krummen Sitzhaltung aufrichtet oder die Arme zu beiden Seiten hin, weit ausbreitet, um für ein bis zwei Minuten eine raumeingreifende Gestik einzunehmen.

Dadurch werden im Körper hormonelle Veränderungen wie ein Anstieg des Testosterons in Gang gesetzt, wodurch man sich selbstsicherer fühlt, Dominanz ausstrahlt und gelassener auf seine Umwelt reagiert.

Ganz wichtig ist auch: Blickkontakt halten! Wer den anderen tief in die Augen schaut, drückt damit Selbstsicherheit aus und wirkt interessiert an seinen Mitmenschen.

#4: Setzen Sie sich in die erste Reihe.

Jeder kennt es: Wo man auch hinkommt, setzen sich die Leute immer möglichst weit nach hinten. Ob in einem Seminar, um ja nicht vom Referenten angesprochen zu werden oder bei einer Informationsveranstaltung, wo man keinesfalls als zu interessiert gelten möchte, da man zu weit vorne sitzt – die Tendenz, sich nach hinten zu setzen, ist weit verbreitet.Life begins at the End

Oft wird dies aus der Angst getan, falsch wahrgenommen zu werden oder zu sehr im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Dabei ist beides unzutreffend.

Jeder Mensch denkt, dass man selbst immer im Rampenlicht steht, dass die Anderen einen ständig anschauen und beurteilen. Wenn aber jeder Mensch ständig im Mittelpunkt steht und von allen anderen bewertet wird, dann wären für die verbleibenden Menschen gar keine Situationen mehr übrig, in denen sie von allen betrachtet und beurteilt werden, und das trotz dessen, dass sie glauben, sie stehen auch im Rampenlicht.

Rein logisch ist es also unmöglich, dass jeder mit jedem anderen dauernd beschäftigt ist.

Zudem kreisen bei den meisten Personen die Gedanken meist um eigene Probleme und nun noch Energie für eine Beurteilung der Person in der ersten Reihe aufzubringen, ist ein viel zu großer Kraftakt.

Der Irrglaube, dass man selbst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, ist weit verbreitet und wird von Sozialpsychologen als hohe öffentliche Selbstaufmerksamkeit beschrieben.

Man richtet seine Aufmerksamkeit zu sehr darauf, was die Umgebung von einem hält, sucht nach Signalen, um möglichst Informationen über Bewertungen der eigenen Person zu erhalten.

Jene Personen, die dagegen eine hohe private Aufmerksamkeit haben, sind relativ wenig daran interessiert, was ihr Umfeld von ihnen denkt.

Wenn der andere etwas an mir nicht mag, ist das eben sein Problem, das interessiert mich nicht.

Solche Personen sind generell weniger besorgt um ihre äußere Erscheinung und machen sich wenig aus den Meinungen anderer über sich selbst.

Da es aber relativ schwierig ist, sich von einer hohen öffentlichen zu einer hohen privaten Selbstaufmerksamkeit zu verändern (was zudem auch nicht rein positiv sein muss), kann man als die einfachste Übung für mehr Selbstbewusstsein folgendes umsetzen: Setzen Sie sich, sobald sich die Gelegenheit gibt, in die erste Reihe!

Scheuen Sie sich nicht im Mittelpunkt eines Plenums zu sitzen, wo man vermeintlich (!) am meisten auffällt!

Zudem wirkt dies selbstbewusst und motiviert.

#5: Mut zur eigenen Meinung.

Wenn man permanent die eigene Meinung hinterm Berg hält, nur um Konflikte zu vermeiden, kostet dies viel Kraft.

Wer sich nicht zu seinem eigenen Standpunkt bekennt oder keine Meinung hat, wirkt auf Andere meist folgsam, uninteressant und langweilig.

Ruhig gelegentlich zu widersprechenden und die eigenen Wünsche zu äußern, ist eine zentrale Eigenschaft selbstbewusster Menschen.

Auch wenn die Gefahr besteht, den Anderen mit seiner Meinung zu verärgern, so ist dies besser, als stets kleinlaut beizugeben oder sich erst gar nicht zu einem bestimmten Sachverhalt zu äußern.

Denn tatsächlich kann es einen mehr schaden, seine eigene Meinung zurückzuhalten.

Diskussionen, Gesellschaften und die persönliche Weiterentwicklung leben davon, dass verschiedene Ansichten geäußert werden – nur so können unterschiedliche Seiten eines Problems betrachtet werden und man kann den Statur Quo ändern.

Wenn zum Beispiel jemand möchte, dass die Arbeitskollegin nicht jeden Morgen ihren Kaffee so laut schlürft, sodass die Konzentration auf den Arbeitsinhalt unmöglich wird, ist es besser sie darauf hinzuweisen, als nichts zu sagen.

In der Regel wird sie sich danach nicht dafür entscheiden, nicht mehr mit einem zu sprechen, sondern es wäre möglich, dass sie es dankbar annehmen wird, weil es ihr bisher nie aufgefallen ist und sie keinen schlechten Eindruck auf ihr Umfeld machen möchte.

Dazu gehört auch „Nein“ sagen zu können.

Vielen Menschen fällt dies schwer, obwohl es meist keinerlei Grund gibt, etwas zu befürchten.

Ein klares Nein ist für den Empfänger einer Nachricht oft wesentlich angenehmer, als wenn ein gezwungenes Ja oder eine uneindeutige bzw. überhaupt keine Meinung geäußert wird.

Ergänzend ist an dieser Stelle anzuführen, dass es hierbei auf die richtige Dosis ankommt. Wer dauernd widerspricht und nur seine eigene Meinung äußert, wirkt unsympathisch.

Wichtig ist, das richtige Mittelmaß zu finden, um sein eigenes Selbstbewusstsein weiter aufbauen zu können.

Abschließend das Wichtigste, ohne das auch jeder noch so gute Tipps nichts nützt: Beginnen!

Fangen Sie an, egal ob mit einfachen kleinen Tricks oder komplexem Methoden – Ihre Ich-Stärke wird sich von Tag zu Tag steigern und Sie merken, wie Sie nach und nach immer selbstbewusster werden.


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