Warum es wichtig ist, Gewohnheiten mit Flexibilität zu verbinden | Art of Success

Warum es wichtig ist, Gewohnheiten mit Flexibilität zu verbinden

Gerade wenn es um automatisierte Handlungen geht, musst Du enorm aufpassen, dass Du diesen Gewohnheiten mit der nötigen Flexibilität begegnest.
Erfolg
Daniel Bittner

Daniel Bittner ist ehemaliger Athlet des Deutsch Skiverbandes und deutscher Meister im Riesenslalom des alpinen Rennsportes. Derzeit studiert er technisch- und managementorientierte Betriebswirtschaftslehre an der TU München. Er beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit persönlichen Höchstleistungen in verschiedenen Bereichen.

Viele Menschen haben Erfolg, indem sie auf ihre Stärken vertrauen, und zwar auf ihre automatisierten. Die Rede ist von Gewohnheiten. Wiederholt man bestimmte Handlungen immer und immer wieder – meistens sind dies solche, die man gerne macht und vor allem gut kann – können diese zur Gewohnheit werden. Sie laufen irgendwann beinahe automatisch – von alleine ab. Wir handeln also mit einer gewissen Selbstverständlichkeit und können somit bestimmte Aufgaben einfacher bewältigen. Somit schließen sich Fehler, natürlich abhängig vom jeweiligen Schwierigkeitsgrad, schon fast von selbst aus.

Warum sind Gewohnheiten wichtig?

Für einen Manager eines großen Unternehmens, der mit seinem jeweiligen Fachgebiet bis aufs Äußerste vertraut ist, scheint die Suche nach Problemlösungen meist nicht von großer Anstrengung zu sein. Ein Leistungssportler, der sich im Training eine gewisse Basis erarbeitet und diese förmlich im Unterbewusstsein abgespeichert, ja automatisiert hat, wird im Wettkampf durch diese sein Selbstbewusstsein sowie das Vertrauen in die eigene Stärke festigen.

So sollte man sich doch zum Ziel setzen, sich seine jeweiligen individuellen Stärken zum eigenen Kapital zu machen und genau auf dieser Basis anzusetzen. Denn auf Automatismen und Gewohnheiten des Unterbewusstseins ist (fast) immer Verlass!
Jedoch sollte man enorm vorsichtig sein, exakt diese Automatismen nicht immer zur Gewohnheit werden zu lassen. Fehler beim Klettern oder Bergsteigen zum Beispiel, passieren oft nicht den Hobby-Kletteren, die jeden Knoten zehn Mal überprüfen und auf Nummer sicher gehen. Viele Unfälle passieren hier eher im Profibereich, wo sich die Sportler zu 100 Prozent auf ihre Automatismen verlassen und davon ausgehen, dass der Knoten richtig ist.

Der Grad zwischen „Vollstem Vertrauen – das schaff‘ ich eh…“ und einem durch diese Einstellung plötzlichen Scheitern ist im Sport, im Beruf, sowie im täglichen Leben oft hauchdünn!
Der Luxus, sich in schwierigen Situationen vollkommen auf seine Stärken verlassen zu können, hält im Gegenzug, sozusagen als nächstes Level für motivierte Menschen, neue Möglichkeiten offen, seine Stärken zu verbessern und diese weiter und vor allem in neue Richtungen auszubauen. So ist es nur klug, „überschüssige“ Kraft und vor allem Zeit sinnvoll zu investieren, anstatt diese wertvollen Ressourcen verstreichen zu lassen.

Genau hier kommt die Flexibilität ins Spiel.

Die Schwierigkeit besteht oft darin, verschiedene Automatismen beziehungsweise unsere Stärken auf dem Weg zu einem übergeordneten Ziel zu kombinieren. Man sollte sich vor  allem vor neuen Situationen darauf einstellen – flexibel reagieren zu können. Die Aktion selbst ist dann, wenn die Richtung entschlossen eingeschlagen ist, nur die Folge der zuvor automatisierten Gewohnheit. So ist die oft beobachtete Sturheit bis zum Ende an seiner Handlung festzuhalten meist kontraproduktiv.

Weltoffen seine Umwelt auf neue Veränderungen zu scannen und sich auf diese im gleichen Zuge mit der nötigen Flexibilität einzustellen, hilft vor allem „…einen Fehler auszubessern, bevor er passiert ist!“.


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